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2’000 Jahre Skulpturschaffen: Von Roma Eterna zu Charles Rays zeitgenössischen Arbeiten

von Shirley Kearney, Deutsch von Stéphanie Erni

Schweizweit zum ersten Mal zeigen das «Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig» Meisterwerke aus fast 2’000 Jahren italienischer Bildhauerkunst – von der römischen Kaiserzeit bis ins 19. Jahrhundert. 60 Skulpturen stammen aus der Sammlung der Familie Santarelli und zehn aus der ehemaligen Privatsammlung des Kunsthistorikers Federico Zeri. In leicht pastellfarbigen Räumen werden die Werke nach Bereichen wie Macht, Religion oder Mythos präsentiert, Beschreibungen gibt es auf Deutsch und Englisch. Besonderes Augenmerk verdienen die feinen Unterschiede in der Ausführung der Arbeiten, die Wunsch und Wirklichkeit widerspiegeln. 4_02 (Foto: Gehäuteter, Marmorfigur aus einer barocken Grabkappelle

Mitte des 17. Jahrhunderts.) In den verschiedenen Farben von Marmor, Alabaster und Porphyr wollen die Skulpturen – seien es die Kindergesichter oder der Gehäutete – bewundert und studiert werden.

Die Besucher betreten die Ausstellung durch die Werkstatt eines Marmorbildhauers, in welche Abgüsse der Skulpurhalle integriert sind.

Für ein besonderes Skulpturerlebnis lohnt es sich, den St. Alban-Graben zu überqueren und das Kunstmuseum zu betreten. Auf dem zweiten Stock findet sich die Sonderausstellung des amerikanischen Künstlers Charles Ray, mit Werken aus den Jahren 1997 bis heute. Sein Material ist Stahl. Erstmals in einem Museum zu sehen ist die weiss bemalte Skulptur «Boy with Frog» aus dem Jahr 2009, die kürzlich ihren Platz am Punto della Dogana in Venedig verlassen musste, weil die Stadtväter es versäumten, die Standerlaubnis zu erneuern. Die Figur in Übergrösse steht in einem eigenen Raum. Das erste Stück in der Sammlung ist ein ganz besonders umfängliches Werk aus dem Jahr 1997. Ray zerlegte einen zu Schrott gefahreren Pontiac Grand Am in seine Einzelteile, goss jedes davon in Fiberglas nach und setzte diese anschliessend zusammen. image003 (Foto: Shoe Tie, 2012, Massiver Edelstahl, Privatsammlung
© Charles Ray, Courtesy Matthew Marks Gallery Foto: Bryan Krueger.)

Die Ausstellung, welche gemeinsam mit dem «Art Institute of Chicago» veranstaltet, wird auch im Museum für Gegenwartskunst am St. Alban-Rheinweg gezeigt. Dort ist beispielsweise das Selbstportrait «Shoe Tie» aus dem Jahr 2012 zu sehen.

Die Roma Eterna Ausstellung dauert noch bis zum 16. November,  die Charles Ray Skulpturen sind bis zum 28. September zu sehen. Am Freitag, 26. September wird der Künstler selber zu seinen Werken referieren, im Vortragssaal des Kunstmuseums, Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

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