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Basels Polizei feiert – „Wir versuchen es weiter“

Diesen Frühling wird die Kantonspolizei Basel-Stadt 200 Jahre alt – und auch die britische Rockband Queen spielt bei der Jubiläumsfeier eine kleine Rolle.

Von Shirley L. Kearney

Als das Parlament Basel-Stadts am 21. Juni 1816 eine Direktive verabschiedete, legte es damit den Grundstein für eine eigene Polizei. Mit einem Offizier und 21 Wachtmeistern begann sie dann 1817. Diese Grösse blieb bis 1833, als sich Baselland von Basel-Stadt trennte. Bis zu dem Zeitpunkt musste ein Polizist, der aufs Land musste, auch mal einen Pferdeschlitten mieten für seine Reise, die oft Tage in Anspruch nahm.

Heute beschäftigt das Polizei-Departement Basel-Stadts etwa 950 Leute, die unter ständig steigenden Bedingungen versuchen, für Hilfe, Ruhe und Ordnung zu sorgen. Und Basels Polizei beging neue Wege. Im Anschluss an eine Änderung des Polizeigesetzes war Basel-Stadt der erste Kanton, der nicht auf die Schweizer Staatsbürgerschaft seiner Beamten beharrte. Seither kann jeder mit einer C-Bewilligung hier Polizist werden. Andere Kantone folgten (z. B. Genf, Schwyz) – nur Baselland bis heute nicht. Als Hinweis für Expats begierig auf eine neue Karriere: Das Beherrschen der deutschen Sprache ist nach wie vor eine grosse Voraussetzung.

Der historische Moment der Jubiläumsfeier beginnt am 19. März mit einem Polizeimusik-Konzert (gratis) im Stadt-Casino. Unter Leitung von Bernhard Winter kommt es zu einer abwechslungsreichen musikalischen Reise, mit Blasmusik-Symphonien, Melodien aus Filmen, und Höhepunkten wie „Danza Sinfonica“ von James Barnes und „Summon the Heroes“ von John Williams. Auf dem Programm steht auch der Song „Innuendo“ der britischen Rockband Queen. Das wirkt passend, denn der Refrain des Lieds beginnt mit der Zeile (übersetzt) „Wir versuchen es weiter“, was das inoffizielle Motto der Polizei Basel-Stadt sein könnte, um die Menschen hier sicher zu halten. Und nicht zu vergessen sind Wettsteinmarsch und die Nationalhymne. Karten dafür sind erhältlich bei Bider&Tanner.

Dazu ist eine Buchvernissage über die 200-jährige Geschichte geplant für den 21. Juni. Und als Höhepunkt der Feier findet am 25. Juni eine grosse Parade statt. Die Innerstadt von Münsterplatz über Mittlere Brücke bis zum Claraplatz erlaubt einen Blick auf die modernen Polizeikräfte.

Eine neue Ausstellung mit fünf Themen bietet das Polizeimuseum im Spiegelhof www.polizeimuseum.ch. Dieses Museum scheint ein gutgehütetes Geheimnis zu sein, denn selbst dem Angestellten bei der Information im Spiegelhof war nicht bewusst, dass solch ein Museum überhaupt existiert. Zu den Ausstellungsstücken gehören auch Gegenstände, welche die Geschichte des brutalsten Verbrechens Basels erzählen: Im Januar 1934 wurden bei einem Banküberfall zwei Angestellte und mehrere Polizisten erschossen. Umstellt von Polizisten im Margarethenpark, erschossen sich die Täter.

Eine Führung durch das Museum ist kostenlos, muss aber sechs Wochen im Voraus gebucht werden (nur auf Deutsch).

 

PolizeiBS.Fuehrungen@jsd.bs.ch

 

übersetzt ins Deutsche durch Martin Pütter

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