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Brunnen, Brunnen überall in Basel

Sie sind Teil des Stadtbilds, die zahlreichen Brunnen in Basel. Bei Durst spenden sie Trinkwasser, ein paar von ihnen werden sogar zum Baden genutzt, ein paar wenige sind weltweit bekannt. Ein neues Buch stellt sie (fast) alle vor.

Von Martin Pütter

The Basel Journal stimmt folgender Behauptung vollumfänglich zu: „(…) Basel ist eine Brunnenstadt“, schreiben Christiane Widmer und Christian Lienhard im Vorwort ihres Buches „Basel und seine Brunnen.“ Über 300 Brunnen haben sie bei ihren Recherchen zu diesem Buch entdeckt – 314 geben sie an, und 246 stellen sie vor. Ihre Behauptung mildert auch eine Entschuldigung im Vorwort: „Wir sind jedoch sicher, dass sich in irgendwelchen Hinterhöfen noch weitere Brunnen verstecken, die uns entgangen sind, denn (…)“ – für den Rest des Satzes siehe die Behauptung oben.

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Brunnen spenden Wasser, und Wasser ist Leben. Basel hat also reichlich Leben geschöpft, getrunken und genutzt – und tut es heute noch, wie dieses Buch auch zeigt. Die meisten Einheimischen werden die Brunnen in Basel vielleicht als selbstverständlich hinnehmen. Doch ein paar Zugezogenen – Expats inklusive – wird aufgefallen sein, dass die Stadt eine Vielzahl unterschiedlicher Brunnen aufweist.

Selbst The Basel Journal konnte sich dem Reiz der Brunnen nicht entziehen. Für das Titelblatt der Printausgabe 5, Juni/Juli /2012 wählte die Redaktion ein Bild eines Basilisken-Brunnen, welches Fotografin Kathrin Horn geschossen hatte – zur Illustration der Titelgeschichte (Biere der Basler Klein- und Mikrobrauereien) wurde das Bild allerdings bearbeitet.

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Titelbild der Print-Ausgabe The Basel Journal #5, Juni/Juli 2012 (Foto Kathrin Horn)

Insgesamt 30 solche Brunnen mit dem Wappentier der Stadt stehen in Basel, und die beiden Autoren liefern auch Informationen dazu. Ein Beispiel: Entlang des Rheins sind auf Kleinbasler Seite alle Basilisken-Brunnen mit dem Kopf des Fabeltiers in Richtung Rhein gerichtet – nur der Brunnen auf halber Strecke zwischen Wettsteinbrücke und Mittlerer Brücke stellt eine Ausnahme dar. So können Fotos des Brunnes mit dem Münster im Hintergrund gemacht werden.

Informationen liefern die Autoren auch für alle anderen Brunnen, die sie in ihrem Werk vorstellen. Sie erzählen aus der Geschichte der Brunnen – so hatte selbst Pius II. (bevor er Papst wurde) Mitte des 15. Jahrhunderts über die Brunnen in Basel geschwärmt. Illustriert ist alles mit alten Fotos, Gemälden oder Zeichnungen. Bei anderen gehen sie auf den Bildhauer oder die abgebildete Figur ein. Sie stellen auch ihre Favoriten vor, andere Kapitel befassen sich mit Unterhalt und Reparatur der Brunnen, mit der Technik oder dem Restaurieren einer Brunnenfigur.

Und für alle, welche all die 264 vorgestellten Brunnen selber einmal anschauen wollen: Am Ende des Buchs befindet sich eine Brunnenliste, inklusive der Adressen, wo sich die Brunnen befinden.

 

Widmer, Christiane & Lienhard, Christian: Basel und seine Brunnen
Basel, Spalentor Verlag 2016

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208 Seiten, 384 Abbildungen, CHF 29.00
Erhältlich im Buchhandel oder unter www.spalentor-verlag.ch

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