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Crème de la Crème und schräge Vögel

Die „Art Basel“, eine der wichtigsten Kunstmessen der Welt, gehört zur Stadt wie der FC Basel und das Münster, bringt die „Crème de la Crème“ der zeitgenössischen Kunst ans Rheinknie, und ist bei Expats und Einheimischen wohl so beliebt wie die Fasnacht.

Kommentar von Martin Pütter

Einige Wissenschaftler wissen immer, wann wieder die Art Basel stattfindet – auch wenn sie sich für Kunst keineswegs interessieren. Wenn sie den Kläranlagen Wasserproben entnehmen, weisen diese dann immer erhöhte Werte an Rückständen von Kokain auf, aber auch anderer Drogen. Die „Olympiade der Kunstwelt“, wie die britische Tageszeitung Daily Telegraph diese Messe einmal beschrieb, hat auch Auswirkungen auf das Nachtleben. „Die Art Basel ist da. Parties und Ausschweifungen jede Nacht“, hat TBJ-Mitarbeiter Benjamin Spencer kürzlich auf einer Einladung geschrieben. Und in „Basel Insider News“ schrieb Christian Rieder, dass die Art Basel die „Extravaganten, Avantgardisten, Exzentriker und zuweilen auch die ‚schrägen Vögel‘“ in die Stadt zieht.

Nun, diese Woche ist es wieder so weit: Am Donnerstag (18. Juni) öffnet die Art Basel ihre Pforten – und schliesst sie am Sonntag (21. Juni) wieder. Vier Tage lang ist Basel der Nabel der Welt der zeitgenössischen Kunst. Und die Messe wird auch diesmal wieder Prominenz anziehen. Wer früher schon mal da war? Die Liste würde hier den Rahmen sprengen. Oscar-Preisträger, Sportstars, Glitterati, und und und…

Es ist eine Messe, die zudem ausgesprochen freundlich gegenüber den Expats in der Region Basel ist – zumindest, was die Webseite betrifft. Von den europäischen Sprachen haben die Organisatoren Englisch dafür gewählt – die Schweizer Landessprachen scheinen ignoriert worden zu sein. Es ist aber ein klares Zeichen dafür, wie international die Art Basel sich ausrichtet. Aber vielleicht werden einige Expats ebenso wie Einheimische die Art Basel meiden. Sie haben’s vielleicht nicht mit zeitgenössischer Kunst oder scheuen die Kosten für den Messe-Eintritt. Die Art Basel hat wohl auch einen Stellenwert wie die Fasnacht: Man liebt sie – oder nicht. Aber wegzudenken ist sie nicht mehr.

(Bild: ghost car, Manfred Kielnhofer)

https://www.artbasel.com/en/Basel

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