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Delikatessen für eine multikulturelle Gemeinschaft

Hiesige und internationale Delikatessen locken, wenn Dreiland News im Forum von St. Louis eine Gourmet-Nacht abhalten, um die Menschen über die Landesgrenzen hinweg zusammenzubringen.

Von Martin Pütter

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An der Dreiland Night Gourmet Edition werden unter anderem serviert: Austern, Weine und Käse

Samuel Baumann ist beharrlich. „Wir haben einen einzigartigen Lebensstil hier im Dreiland, mit der Gelegenheit, das Beste der drei Länder hier zu geniessen“, sagt der Mitgründer der Dreiland News, eines noch jungen, aber speziellen Kommunikationsprojekts über die Grenzen hinweg. Dreiland, das umfasst Elsass in Frankreich, Baden in Deutschland und die Region Basel in der Schweiz. Viele Menschen überqueren die Grenzen jeden Tag, sagt Baumann, aber lange geschah Kooperation über die Grenzen nur bei Institutionen. Dreiland News, die nicht auf Profit aus sind, wollen das ändern. „Wir versuchen, über Grenzen hinweg zu kommunizieren, wir teilen Nachrichten, Anlässe und Tipps für die Dreiland-Gemeinschaft, in drei Sprachen, und einiges mehr. Wir wollen eine kulturübergreifende Kommunikation in unserem multikulturellen Dreiland.“

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Das Logo der Dreiland News

Gourmet-Anlass

Eine Methode, dies zu erreichen, ist das Anlocken der Dreiland-Gemeinschaft mit Delikatessen. Aus diesem Grund findet am 28. Oktober im Forum von St. Louis die erste Dreiland-Nacht Gourmet-Ausgabe statt. Die Idee zu diesem Anlass entstand, als Baumann und Olivier Boule, der bei den Dreiland News die örtlichen elsässischen kleinen und mittleren Einzelhändler vertritt, sich mit Guido Broccos trafen, einem Weinimporteur mit Sitz in Basel. Die Idee wuchs und nahm Gestalt an, besonders als Rebecca Finck, Gründer und Eigentümer von Finck Events in Allschwil, dazu stiess. Boule und Briccos haben seither die Arbeit mit Partnern und Sponsoren koordiniert, während Finck dabei half, den Anlass zu planen und Werbung dafür zu machen.

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Das Quartett hinter der Dreiland Night Gourmet Edition: Sam Baumann, Olivier Boule, Guido Briccos und Rebecca Finck

Internationales und hiesiges
Obwohl die kulinarischen Delikatessen, die an der Dreiland Night Gourmet-Ausgabe angeboten werden, international sind, kommen sie doch von hiesigen Geschäften, ob das nun Speisen sind (wie von der Auberge d’Alsace in Bartenheim, vom Ristorante per Tutti in Basel oder von Käsehändler Antony Affineurs in Vieux-Ferrette) oder auch Getränke (z. B. Vins Ehrhart in Wettolsheim oder Le Monde du Vin in St. Louis). Das gilt übrigens auch für die im Anlass integrierte Modeschau, zu der Modegeschäfte aus dem deutschen, dem französischen und dem schweizerischen Teil des Dreilands beitragen. Gastgeberin des Abends ist Anna Fersztand, die seit den Gründungstagen der Dreiland News dabei ist.

Anlässe jenseits der Grenzen
Es ist der zweite Anlass in der jungen Geschichte der Dreilands News (nach der Miss Dreiland vor zwei Jahren), und der zweite im Elsass. „Von Anfang an hatten wir vor, Austern anzubieten, und die sind nun mal innerhalb Frankreichs leichter zu organisieren als anderswo. Zudem unterstützt Reg’Yo, der Verband kleiner Einzelhändler in St. Louis und Umgebung, unser Projekt“, erklärt Samuel Baumann. Allerdings bestehen Pläne, in der nahen Zukunft Anlässe auf den anderen Seiten der Dreiland-Grenzen durchzuführen. „Wir werden sicher Anlässe in Baden oder Basel abhalten“, sagt der Gründer der Dreiland News.

Tram als Gelegenheit
Die grösste Herausforderung für uns ist es, den Austausch und die Kommunikation mit Deutschland und der Schweiz zu intensivieren. Dabei ist die Erweiterung der Basler Trams eine echte Gelegenheit“, erklärt Baumann. Das Tram Nummer 8 fährt bereits von Basel nach Weil in Deutschland, „und wir werden auch weiterhin den Wunsch vieler Menschen aussprechen, die es gerne sähen, wenn das Tram Nummer 3 bis zum Euroairport führe. Alle drei Länder würden davon profitieren.“

Stimme der Zukunft
Ein Blick auf die diversen neuen Medienkanäle, die Dreiland News benutzt, zeigt, wie aktiv die Gemeinschaft ist und wie sie wächst. Und sie spielte eine kleine Rolle bei einem grossen Erfolg. „Wir traten an unsere Europa-Abgeordnete Anne Sander wegen der Roamingkosten für Mobiltelefone. Wir waren froh, als diese Kosten verschwanden.“ Denn der Zugriff auf die sozialen Medien erfolgt zunehmend über Mobiltelefone, und wie Baumann sagt, „können sich die Menschen über soziale Medien austauschen und einer Gemeinschaft Leben einhauchen. Die Institutionen, die bisher kooperierten, müssen sich an unser Leben und unsere Gewohnheiten anpassen. Wir wären gerne eine der Stimmen für die gemeinsame Zukunft des Dreilands.“

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