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Dracula: durstig nach Blut und Furcht

Diesen Juni führt die englisch-sprachige Theatergruppe Semi-Circle „Dracula“ auf und verspricht mit Spezial-Effekten und starken Emotionen furchteinflössende Unterhaltung. Die blutrünstige Adaptierung ist eine Nacherzählung des Horrorklassikers von Bram Stoker.

Von Janine Jakob

Basels englisch-sprachige Theatergruppe, Semi-Circle Basel, startet diesen Juni mit einer Aufführung von *Dracula“ auf der Kleinkünstbühne Rampe Basel in ihre neue Saison. Den weltberühmten, 1897 erstmals veröffentlichten Roman Dracula hatte der Ire Bram Stoker verfasst. Eine Dramatisierung erfolgte durch John Balderston und Hamilton Deane, die Weltpremiere fand 1924 in Derby statt, bevor das Stück in London erschien. Die jetzige Version ist eine 2009 von William McNulty verfasste Adaptierung, Regie führt Luca Manganelli. Dabei wird stark Gewicht gelegt auf Kostüme und Effekte,  um Vampire, ihre Opfer und ihre Jäger in der damaligen Zeit erscheinen zu lassen.

Auftreten mit Leidenschaft
Obwohl populär in Film und Literatur, ist Horror, weil derart komplex, kaum ein Genre für die Bühne. Alle Darsteller müssen sich mit ihrer Rolle identifizieren. Wegen der starken Charakter und der Emotionen in der Handlung ist das eine Herausforderung. Hysterie oder völlige Trauer und Furcht herüber zu bringen verlangt, diese Gefühle ohne Hemmungen aus sich heraus zu holen. Damit die Horrorszenen echt wirken, müssen die Schauspieler eng zusammenarbeiten.

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Ein Bild von den Proben: Thomas Seward (gespielt von John Hyland) lauscht den Anweisungen durch Abram Van Helsing (Richard Brown), um Dracula zu vernichten.

Kontrolle und Ausbeutung
Der Vampir-Roman Dracula folgte auf eine ganze Reihe an Geschichten über Vampire, die in der Romantik (1789-1799) und später im 19. Jahrhundert so beliebt waren. Dracula gilt als Schauerroman, denn Stoker lässt darin Elemente einfliessen wir uralte Schlösser, Mysterien und übernatürliche Erscheinungen.

Dem ursprünglichen Theaterstück folgten zahlreiche Filmversionen. Im modernen Vampir-Genre, wie etwa „Interview mit einem Vampir“ oder der „Twilight“-Reihe erscheint der Vampir als gefühlvoll, romantisch und verantwortungsvoll innerhalb dieser imaginären Welt. Dieses Stück hält sich jedoch an Stokers ursprüngliche Darstellung des Vampirs als kalten, seelenlosen Ausbeuter, der andere zu seinem Zweck kontrolliert und nur nimmt und nie gibt.

Der Roman Dracula behandelt Themen, die heute aktuell sind: Kontrolle und Macht – ob auf Gesellschaftsebene oder in persönlichen Beziehungen – sowie die Frage über wahre Gefühle und wie stark diese geschätzt werden. Diese Aufführung von ‚Dracula‘ verspricht nicht nur Unterhaltung, sondern sie ermutigt uns auch, uns und unser Verhalten zu anderen ehrlich zu betrachten.

Über Semi-Circle
Seit seiner Gründung 1975 hat sich Semi-Circle der Förderung eines englisch-sprachigen Theaters gewidmet und wird für die Qualität der Aufführungen geschätzt. Die Mitglieder dieses gemeinnützigen Vereins sind leidenschaftliche Theaterliebhaber aus der Region Basel und kunterbunt gemischt: Expats und Einheimische, Neulinge und Alteingesessene aus allen Altersgruppen, Berufen und Volksgruppen. Theaterfans aus nah und fern, aber auch die Schüler der Oberschulen in Basel-Stadt und Baselland kommen zu den Aufführungen, wie etwa vor zwei Jahren, als Semi-Circle die „Calendar Girls“ aufführten, nach dem gleichnamigen, weltweit erfolgreichen Film

 

Dracula
Von Bram Stoker, Adaption William McNulty

Aufführung durch Semi-Circle Basel – English-Language Theatre Group
www.semi-circle.ch

Wo: Kleinkunstbühne Rampe, Borromäum, Byfangweg 6, 4051 Basel

Wann: 10., 11., 17., 18., 24. & 25. Juni 2016 (Beginn 20.00 Uhr)

Karten: CHF 30.00 (CHF 25.00/Person bei Gruppen ab zehn Personen) – über Starticket.ch oder Bider&Tanner

 

Übersetzungs ins Deutsche: Martin Pütter
Photo von den Proben: Davide Germano

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