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Eine Schnuppertour durch Basels Gastronomie

Fondue, Rösti, Würste, Müsli und auch Rivella sind Schweizer Spezialitäten, die in Basel zu Hauf vorkommen. Aber von diesen Klassikern abgesehen sind hier gastronomische Stätten, die zu den Stars der Stadt werden könnten.

Eine gastronomische Auswahl von Ella Revitt

In Basels wachsender Gastronomie-Szene bieten unabhängige Restaurants eine breite Palette für Feinschmecker an, ob Schweizer oder Expats. Preiswerte (für die Schweiz zumindest) und einzigartige kulinarische Abenteuer warten nur, entdeckt zu werden.

Wenn sie sich interessieren für: trendig…
La Manufacture ist zwar erst seit kurzem auf Basels Gastro-Szene, hatte aber einen fliegenden Start. Das ursprüngliche Gundeli-Restaurant, nahe beim Bahnhof SBB, hat sich auf hausgemachte Burger spezialisiert, mit saisonalem Menu zu verschiedenen Fleisch- und vegetarischen Gerichten. Die Brioches, dicken Chips und diversen Beilagen erhöhen den Reiz dieser Gourmetburger, serviert auf schicken Holzbrettern. Die Lebensmittel kommen aus der Umgebung, und die Eigentümer sind stolz auf ihre speziellen Rezepte. Das jüngste Lokal an der Elisabethenstrasse serviert auch Frühstück, Bagels und leichte Mahlzeiten; beide Lokale haben eine reiche Auswahl an Drinks und Desserts. Es kann manchmal voll sein, aber Reservationen und Take-aways sind möglich. Preise sind angemessen, angesichts der Qualität von Essen und Bedienung – ein Burger mit Frites kostet knapp über 20 Franken, Bagels zwischen 10 und 12 Franken. Studenten mit Ausweis erhalten 10% Rabatt, wenn sie eine Beilage dazu wählen. La Manufacture heisst Besucher in einer hippen Atmosphäre willkommen, neben den köstlichen Speisen.
http://lamanufacture-restaurant.com/index.html

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La Manufacture kündigt Appetitanregendes am Eingang an

…gemütlich…
In Münchenstein befindet sich im Restaurant Gartenstadt das „Pavillon“, ein Café im dänischen Stil. Der Freiluftbereich, mit Decken und Schaukelstühlen ausgerüstet, aber auch der Innenbereich mit den gemütlichen Sofas machen einen Nachmittag in diesem unerwarteten Juwel zu einem „Muss.“ Schäbig-schicke Akzente und dezent graue Farben schaffen einen entspannten, warmen Ort, um mit Freunden, Kollegen oder Familie eine Kaffepause zu verbringen. Die heisse Schokolade ist sehr beliebt, aber auch die diversen süssen Leckerbissen. Auch diverse Weine sind erhältlich. Der Pavillon ist geöffnet Dienstag bis Samstags von 9 bis 21 Uhr und bietet auch kleine Mahlzeiten an, wie etwa Elsässer Flammekueche.
http://www.restaurantgartenstadt.ch/pavillon.html

…gesund…
Als Schweizer Restaurantkette mit kürzlich eröffneter Filiale in London kann Tibits kaum als kleines, unabhängiges Lokal bezeichnet werden. Mit „Zahlen-nach-Speisegewicht“ und ständig wechselndem Buffet ist es mehr als einfach eine Salatbar. Ursprünglich begann es Familienprojekt, als die Familien Frei und Hilt vor 17 Jahren in Zürich das erste Tibits eröffneten. Nun befindet sich in einer der Basler Kinostrassen, der Stänzlergasse, ebenfalls eines die Tibits-Restaurants, welches sieben Tage pro Woche geöffnet hat. Essen wird den ganzen Tag serviert, was denen sehr passt, die zu unregelmässigen Zeiten essen – ob im Lokal oder Take-away. Achtung: Zahlen nach Gewicht kann teuer werden, wenn die Augen grösser als der Hunger sind. Bei sorgfältigem Füllen des Tellers sind die Preise jedoch angemessen. Mit seiner Philosophie möchte das vegetarische Lokal die Naturkost in der Schweiz verbreiten, und die grosse Auswahl im Angebot lässt dies für alle zugänglich werden.
https://www.tibits.ch/de/restaurants.html

…was spezielles…
Sei es ein gepflegtes Treffen, eine Dinnerparty oder ein einfaches Essen, die Cantina Don Camillo ermöglicht alles. Sie befindet sich unweit des Wettsteinplatzes, in der alten Warteck-Brauerei, mit markant weisser Wendeltreppe, die zum Restaurant im zweiten Stock führt. Zwei Menüs sind erhältlich, eines davon ganz auf pflanzlicher Basis. Die Küche ist saisonal, die Zutaten stammen von regionalen Höfen. Gewisse Macken machen einen Besuch unvergesslich – eine Rohkostplatte und Pesto-Sauce ersetzen den üblichen Brotkorb, und dazu werden auf Verlangen Cocktails serviert, die aus dem Stegreif heraus gemixt wurden. Die Bedienung ist hervorragend, das Personal freundlich und hilfsbereit mit Empfehlungen für gewisse Speisen. Alle sprechen gutes Englisch, was dieses Lokal bei den Angestellten der nahegelegenen Pharma-Unternehmen sehr beliebt macht. Obwohl etwas teurer als die anderen Lokale in dieser Auswahl hier, ist es doch erschwinglich im Vergleich zu anderen feinen Esslokalen in Basel.
https://www.cantina-doncamillo.ch/

…individuelles…
Ursprünglich ausgerichtet auf italienisches Eis, hat das malerische Café Acero unweit der Mittleren Brücke das Angebot erweitert und serviert nun auch kleine Speisen, Quiches und Salate sowie heisse Waffeln. Das hausgemachte Eis ist ein Schmaus, und genau so köstlich sind die traditionellen heissen italienischen Getränke. Das Café ist klein, hat wenig Sitzplätze, auch draussen, aber das trägt nur zur intimen Natur des Ortes bei. Das Acero bietet mehr Geschmacksrichtungen von Eis und „Granite“ (ein halbgefrorenes Fruchtdessert) an als so manche Eislokale, die über die Stadt verteilt sind. Auch wer Milchprodukte nicht verträgt kommt hier auf seine Kosten. Täglich wechselnde Kuchen und Backwaren, im Angebot im hinteren Teil des Cafés, sind einen Blick wert. Das Personal ist ausgesprochen höflich und geduldig und hilft auch gerne Gästen, die der hiesigen Sprache nicht so mächtig sind.
https://www.acero.ch/

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Acero lockt mit hausgemachten Spezialitäten

…Süsses…
Das köstliche Entzücken, hervorgerufen durch „froyo“, hat den Markt in Grossbritannien und den USA längst durchdringen, in Basel ist die erfrischende Süssigkeit aber erst vor kurzem angekommen. Angepriesen als gesünder als normales Glacé, ist das spritzig-gefrorene Joghurt nun bei Yogurt Now an der Schifflände erhältlich. Das Lokal hat ein jugendliches Dekor mit blassrosa Wänden und bietet froyo in verschiedenen Grössen und 35 verschiedenen Garnierungen an. Kunden können leichte und verführerische Optionen wählen. Auch Cupcakes, Smoothies, Parfaits und Waffeln sind erhältlich für Naschkatzen. Das Nischen-Café mit altehrwürdigem Hauch hat seinen Preis: Ein kleines Joghurt kostet CHF 4.30 – ohne Garnierung. Als kleiner Luxus zwischendurch bietet Yogurt Now ein Wohlfühl-Dessert, welches man nahe des Rheins geniessen kann.
061 262 00 92

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Pink ist die dominierende Farbe in Yogurt Now

…oder Abwechslung
Die Markthalle beim Bahnhof SBB bietet ein besonderes kulinarisches Konzept. Im Prinzip ein Schlemmermarkt, der von Donnerstag bis Sonntag abends offen ist sowie Mittags an den meisten Tagen, mit verschiedenen Ständen, die eine Reihe von Speisen anbieten. Den Briten gefällt’s, das „fish&chips“ oft im Angebot sind; wer jedoch mal was anderes ausprobieren will, kann unter anderem venezolanische, afghanische, griechische, vietnamesische, persische, ungarische oder Thai-Delikatessen probieren. Die Atmosphäre in der Atmosphäre ist ungezwungen, und gegessen wird jeweils an grossen Gemeinschaftstischen. Kleine Lebensmittelmärkte sowie Läden sind querbeet über das historische Betonmonument verteilt; sie verkaufen Lebensmittel aus der Region, aber auch aus entfernten exotischen Gegenden. Eine gewisse Unvorhersehbarkeit erhöht den Reiz, denn die Stände wechseln täglich Standort und Angebot. Unabhängig davon sorgt die Vielfältigkeit jedoch dafür, dass hier immer etwas zum Geniessen vorhanden ist.
http://www.altemarkthalle.ch/

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Die Briten freut’s, dass sie in der Markthalle auch eine ihrer Lieblingsspeisen finden.

 

Übersetzt ins Deutsche durch Martin Pütter / Fotos  ©2017 TBJ/Martin Pütter

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