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«Feuerwasser» beim Theater

Von Shirley L. Kearney / Stephanie Theurich von «Feuerwasser»

Die Installation «Feuerwasser», die während der ART Basel bei den vier Glaspyramiden beim Theater zu sehen war, wird nochmals bis zum Jahresende gezeigt und zwar jeweils von 17.30 bis 23.30 Uhr. Die Kompositionen erwecken die Glaskörper akustisch zu neuem Leben. Die per radio-lifestream übertragenen Sounds verstärken die kreisförmigen Bewegungen der Film-Überblendungen von einer Glaspyramide zur nächsten.

Stephan Theurich studierte von 1994-1998 Bildhauerei in Deutschland und 1998-2002 Bildhauerei und Medienkunst an der HGK Basel.
Theurich arbeitet mit seinen Video Installationen oft ortsbezogen. Das heisst, er lässt sich inspirieren von der räumlichen Struktur vor Ort, das kann allerdings eine inhaltlich völlig eigenständige individuelle Interpretation sein. Die vier Tetraeder (Pyramiden) haben Theurich bereits 1998 beeindruckt als er nach Basel gezogen ist.
Der Tetraeder fasziniert Theurich als erster möglicher gleichmässiger Raum- Körper bereits viele Jahre zuvor: mit nur vier Ecken, eröffnet der Tetraeder sozusagen nach der Dreiecksfläche die dritte Dimension mit einem weiteren Punkt in der Höhe über der Fläche… Die Idee, den Ort von innen heraus mit  einer Licht-/Videoinstallation zu bespielen entstand bereits 2001.
Es wurde auch zu diesem Zeitpunkt ins Auge gefasst, diese Installation im Kontext zur Art Basel dem internationalen Publikum vorzustellen. Nach persönlichem Empfinden des Künstlers besteht ein Bedarf in diesem Zeitraum in Basel, die Stadt auch nachts bei Dunkelheit mit ansprechenden medialen Kunstinstallationen zu bespielen. Seither wurde die Sache zu einer Herzens-Angelegenheit für Theurich, mit der er sich  immer wieder in innerer Auseinandersetzung befand .
Bei einem Treffen 2013 mit Projektmanager Dieter Zimmer stellte sich schnell heraus, dass eine Zusammenarbeit für das langjährig im Verborgenen schlummernde Projekt von beiden Seiten erwünscht ist. 2014 konnte Theurich Videoaufnahmen in einer Art experimenteller Performance mit dem Modell Joanna Deborah Bussinger (Basel-Oslo) realisieren und sie prägten fortan einen grossen Teil der inhaltlichen Arbeit.
Der Sounddesigner Amadis Brugnoni und der Schweizer Stimmkünstler Christian Zehnder konnten 2014 ebenfalls für die Soundkomposition gewonnen werden und garantieren die akustische Umsetzung einer im Einklang mit der Theurich’s Ursprungskonzept erarbeiteten Klangwelt.
Seit jeher dienten die Elemente Feuer und Wasser Künstlern als Inspirationsquell sowohl thematisch , inhaltlich oder auch qualitativ.
Theurich geht es hierbei nicht darum, Konzepte intellektuell abzusichern oder tiefere Bezüge aufzuzeigen.
Der Künstler möchte hier vielmehr auf leidenschaftliche, sinnliche Art und Weise die Elemente Feuer und Wasser zu einem individuell erfahrbaren Raumerlebnis verbinden an diesem speziellen Ort.
Ungewöhnlich erscheint hier auch der Ansatz von Stephan Theurich,  die beiden Elemente in einer Synthese und Durchmischung zu verbinden, da diese sich aus menschlicher Erfahrung oft als oppositionelle Kräfte zeigen. Wasser und Feuer enthalten beide gleichermassen das Variationsspektrum als Lebens- und Wachstumsspender, als Quelle zur Erholung und Entspannung, aber auch mit der Möglichkeit zur unbegrenzten Zerstörungskraft.
Zuletzt sei noch erwähnt, wie dieser Prozess der Durchmischung von den Verbrennungsprozessen mit einer wässrigen Umgebung als alltäglicher Lebensprozess innerhalb unseres eigenen Körpers als äusserst unbewusster Vorgang sehr aktiv ist.

www.feuerwasser.ch

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