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Fondation Beyeler – Hallo, 2017

Die Fondation Beyeler in Riehen steht kurz vor der Feier zu ihrem 20. Geburtstag. Dank ihrer starken Ausrichtung darauf, den Einstieg in die Wertschätzung von Kunst zu fördern, sind die kulturellen Aktivitäten im Dreiländereck um Basel gestiegen.

Von Shirley L. Kearney

Als die Idee zur Fondation Beyeler entstand, wurde auf eine Zahl von 70‘000 Besuchern pro Jahr gehofft; mittlerweile beläuft sich die durchschnittliche Besucherzahl auch dank der 91 Ausstellungen seit Gründung auf 300‘000. Unterstützt von einer privaten Stiftung ist es nun das meistbesuchte Museum der Schweiz. Und zuletzt erhielt Sam Keller, Direktor der Stiftung, den Ehrendoktortitel der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Basel anlässlich der alljährlichen Feier zum „Dies Academicus.“

Allein schon das 1997 fertiggestellte Gebäude von Renzo Piano und der Berower Park sind Grund genug für einen Besuch in Riehen. Vor Betreten oder nach Verlassen des Museums sollte man einen Blick auf das Becken und die hypnotisierende Whirlpool-Installation von Philippe Parreno werfen. Aber einmal durch die Tür, wird man von eindrücklicher Kunst umarmt.

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Blick von aussen auf das Renzo-Piano-Gebäude und die Whirlpool-Installation von Philippe Parreno

Der andauernde Einsatz der Stiftung, die Jugend zum Einstieg in künstlerische Kreativität zu bewegen, ist beachtenswert. 433 Klassen und 99 Workshops fanden letztes Jahr statt; die Zahl der Schulen, welche Beyeler auf ihr Programm nehmen, steigt stetig. Es hat etwas für alle jungen Menschen: Ateliers, Labors, den Young Art Club, das sun.set-Programm, und noch manches gedeiht in den Köpfen der Programm-Planer. Und zum Geburtstag erlaubt sie freien Eintritt für alle unter 25.

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Blick von innen nach aussen

Drei Ausstellungen aus der permanenten Sammlung stehen auf dem Jubiläumskalender:

  • Das Original (5. Februar – 7. Mai), mit einer Umgestaltung der Originalwerke, als Hommage an die Gründer Ernst und Hildy Beyeler.
  • Remixed (11. Juni – September), mit visuellem Dialog zwischen den Künstlern, wie die Sammlung durch Erwerbung beeinflusst wurde und wie die Werke aufeinander wirken.
  • In cooperation (15. October – 1. Januar 2017), eine Vorstellung, wie die Sammlung dank weiterer Erwerbungen und Schenkungen aussehen könnte.

„Der magische Anlass des Jahres“, wie es die Stiftung an ihrer GV beschrieb, startet am 22. Januar und bleibt bis 28. Mai: Zum ersten Mal seit über zehn Jahren findet in der Schweiz eine Ausstellung statt mit Werken von Claude Monet (1840-1926), dem Begründer der impressionistischen Landschafts-Darstellung. 50 Meisterwerke aus privaten Sammlungen und Museen bieten einen Augenschmaus.

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Seine Werke – zumindest einige davon – sorgen 2017 für einen Höhepunkt bei Beyeler: Claude Monet

Für eine andere Ausstellung ist ein visueller Sprung erforderlich, und zwar in die Welt zeitgenössischer fotografischer Werke von Wolfgang Tilmans (*1968) (28. Mai – 1. Oktober). Durch Tilmans Medium setzt sich die Stiftung erstmals mit zeitgenössischer Fotografie auseinander. Er geht hinaus über die Realität, wie wir sie kennen, aber bleibt dabei immer irgendwie an ihrem Rand.

Gegen Ende des Jahres (1. Oktober – 21. Januar 2018) folgteine Ausstellung zu Paul Klee (1879-1940). Es war die Abstraktion, welche die Kunstwelt von der Figürlichkeit wegführte. Der Deutsch-Schweizerische Künstler stellte sich der Herausforderung und schuf während seines Lebens über 10‘000 Werke mit Natur, Musik, Architektur und Buchstaben als Hauptmotive. Ein Rückblick mit mehr als 100 Werken aus örtlichen und internationalen Sammlungen wird sicher vielen gefallen. Paul Klee ist der meistvertretene Künstler in der Beyeler-Sammlung – nach Pablo Picasso. Zu seiner Zeit als Galeriebesitzer verkaufte Ernst Beyeler mehr als 500 Werke Klees.

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Das Renzo-Piano-Gebäude aus der Distanz

Demnächst ist auch ein zweibändiger Katalog online erhältlich – damit bleibt die Stiftung auch die Nummer 1 in digitaler Präsenz unter den Schweizer Museen. Und Karten für die Monet-Ausstellung sind demnächst erhältlich unter www.fondationbeyeler.ch

 

Übersetzt aus dem Englischen durch Martin Pütter
Alle Bilder gesucht & heruntergeladen via Google Bilder “zur Wiederverwertung gekennzeichnet”

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