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Kuchen und Frauenrechte

Mit Backwaren gemeinnützige Organisationen unterstützen: Das International Women’s Institute Basel sammelt für wohltätige Zwecke und ist dabei äusserst erfolgreich.

Von Isabelle Wanner

Werden die Worte Kuchen und Kekse genannt, denken nur die wenigsten an Charity-Organisationen. Eher in den Sinn kommen Zucker, Butter und Schokolade, die in einer zartschmelzenden Mischung auf der Zunge zergehen. Dabei können Backwaren nicht nur für Glücksmomente sorgen, sondern auch Geld einbringen. Dies hatte sich das International Women’s Institute Basel (IWIB) vorgenommen und Backwettbewerbe veranstaltet. Letztes Jahr waren es deren drei, und rund 1800.- Franken wurden gesammelt, wie Helen Gilroy, Vorsitzende des Institutes, mitteilt. Mit dem Erlös unterstützen sie lokale Organisationen, wie das „Frauenhaus“, „Soup & Chill“ und den „Surprise Strassenchor“.

Inspiriert durch das Women’s Institute in Grossbritannien, wurde eine ähnliche Gruppierung in Basel 2015 ins Leben gerufen. Allerdings besteht keine Verbindung zur britischen Namensschwester. Ursprünglich gegründet Ende des 19. Jahrhunderts in Kanada, wurde das Women’s Institute bereits wenige Jahre später nach Grossbritannien exportiert. Das erste Treffen fand 1915 in Llanfairpwllgwyngyll, Anglesey (Wales) statt und verbreitete danach rasant. Primär diente der Zusammenschluss von Frauen der Revitalisierung ländlicher Gemeinden und der vermehrten Essensproduktion während des 1. Weltkriegs. Seit der ersten Stunde hat sich das Aufgabengebiet des Women’s Institute vergrössert. Heute erstreckt es sich von sportlichen Aktivitäten und politischen Diskussionen bis hin zu Spenden sammeln für wohltätige Zwecke und Erlernen von traditionellem Kunsthandwerk.

In Basel ist ein primäres Ziel, ein entspanntes Umfeld zu bieten, um Kontakte knüpfen zu können. Daneben besteht das Programm des Women’s Institute in Basel aus Tanz- und Kochkursen, Yoga, wöchentlichen Spaziergängen und Theaterbesuchen. Die Anlässe, die zur Unterhaltung und individuellen Förderung von Talenten dienen, organisieren die Mitglieder selbst. Eine Einsicht in all ihre Aktivitäten erlauben ihre Webseite oder ihre Facebook-Seite, auf welchen sie zukünftige Anlässe ankündigen und Bilder von vergangenen Anlässen der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Englisch ist die offizielle Sprache des WI und zieht dadurch vermehrt Expats aus Englischsprachigen Ländern an. Dies kann dazu führen, dass eben diese Mitglieder sich ausschliesslich in Kreisen ihresgleichen bewegen und sich nicht der lokalen Gesellschaft anschliessen. Gleichzeitig bietet das WI eine vertraute Umgebung für Frauen, die neu in Basel sind und den Anschluss an eine bekannte Gemeinschaft suchen. Es sind jedoch nicht ausschliesslich Frauen, die neu in Basel sind, unter den Mitgliedern. Es finden sich auch jene, die bereits Jahre in der Schweiz leben und teilweise auch einen Schweizer Partner haben. Indem das WI mit in Basel ansässigen Wohltätigkeitsorganisationen zusammenarbeitet, versucht die Vorsitzende Helen Gilroy die Integration in die Basler Bevölkerung zu fördern. Somit sichern sie sich gleichzeitig die Aufmerksamkeit von Baslerinnen. Jede Frau ist willkommen, der Gruppe beizutreten.

 

http://iwibasel.ch/
https://www.facebook.com/IWIBasel/?fref=ts

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