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Kunstführer zum Basler Rathaus

Zum 500‐jährigen Jubiläum des Rathausbaus ist kürzlich ein Buch über das Basler Rathaus in der Reihe der Schweizerischen Kunstführer erschienen.

 Das Basler Rathaus ist ein grossartiges Bauwerk, ein Denkmal der Baukunst aus der Zeit der Spätgotik und der Renaissance, nachdem die Stadt Basel 1501 dem Bund der Eidgenossen beigetreten war. 1514 war das neue Haus am Marktplatz mit der prächtigen Ratsstube fertig gestellt. Bis heute ist es Sitz des Grossen Rats und der Kantonsregierung und wurde stets respektvoll den neuen Anforderungen gemäss verändert. Die umfangreichen Um‐ und Anbauten um 1900, darunter der den Marktplatz beherrschende Turm, knüpften an die Bautradition an. Nichtsdestoweniger interpretieren sie das Haus neu im Sinne des modernen, demokratischen Staatswesens.

Auf 88 Seiten bietet der Kunstführer eine handliche und reich bebilderte Zusammenfassung des aktuellen Kenntnisstandes zum Basler Rathaus. Behandelt werden Fragen der Geschichte, des Städtebaus, der Bautypologie sowie der politischen Ikonografie. Die berühmten Wandmalereien zeigen Beispiele des guten und schlechten Richtens und Regierens. Doch wer kennt heute noch das «Urteil des Kambyses», wer die Geschichte der Susanna oder die «Verleumdung des Apelles»? Im internationalen Vergleich mit Rathäusern nördlich der Alpen bietet das Basler Rathaus einen grossen Reichtum an erhaltener Bildersprache des 16. und 17. Jahrhunderts. Um 1900 wurde inhaltlich an diese «Grosse Zeit» angeknüpft, so wie man damals auch das Jubiläum des Bundesbeitritts mit einem Festspektakel feierte. Die Bilder im Grossratssaal zeigen Szenen aus der Basler Geschichte, deren handelnde Figuren als Porträts von Persönlichkeiten aus dem Basel um 1900 gestaltet wurden.

Der Autor Martin Möhle ist Kunsthistoriker bei der Kantonalen Denkmalpflege Basel‐Stadt und Verfasser des Kunstdenkmäler‐Inventars, das in Buchform veröffentlicht wird. Die Erarbeitung und Drucklegung des Kunstführers wurde von der Regierung des Kantons Basel‐Stadt mit Unterstützung der Kantonalen Denkmalpflege ermöglicht.

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