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Würth bringt Kunst nach Arlesheim

Von Shirley L. Kearney, Deutsch von Martin Pütter

Ein führendes Weltunternehmen stellt Kunst aus in einem idyllischen Städtchen ausserhalb Basels.

Wer an Arlesheim, dem fallen Bilder ein eines ruhigen Dorfes mit einem Marktplatz, umringt von bewaldeten Hügeln, die an manchen Orten mit Reben besetzt sind und an denen zwei Schlösser hochragen: Birseck und Reichenstein, zwei von vier Schlössern an den Birseck-Hügeln. Das ist alles korrekt: die imaginäre oder romantische Vorstellung dieser Kleinstadt. Wenig ländlich – und wenig bekannt – ist das Industriegebiet am unteren Rand der Gemeinde, entlang der Birs. Mit Ausnahme von Velofahrern, die der Birs folgen, und den Angestellten diverser Unternehmen sorgen dort wenige für Verkehr. Wer jedoch das Forum Würth kennt und es auch oft besucht, lernt zu schätzen, wie sehr die Würth Gruppe die Kunst in ihren insgesamt 15 Galerien in Europa sowie an ihren Arbeitsstätten gefördert und unterstützt hat.

Das Unternehmen

Die Würth Gruppe ist weltweit führend in der Herstellung von Verschlüssen, Schrauben, Industriewerkzeug, Sicherheitsprodukten und ähnlichem, mit 400 Unternehmen in 80 Ländern. Das Unternehmen offenbart eine starke Vorliebe für Kunst und Kultur am Arbeitsplatz. Die Sammlung Würth, aufgebaut in den 60er Jahren, konzentriert sich auf das 20. und 21. Jahrhundert – aber es geht darüber hinaus. Die Sammlung alter Meister ist in Deutschland. 16‘000 Kunstwerke umfasst die Sammlung, darunter auch eine beachtliche Sammlung peruanischer Krippen (eine Auswahl ist im Forum Würth bis am 31. Februar 2015 zu sehen). Seit 1999 entstehen Galerien in ganz Europa – drei davon stehen in der Schweiz: Arlesheim, Chur, und die jüngste und 15. Galerie in Rorschach, an den Ufern des Bodensees.

Im Forum Würth in Arlesheim: Die Ernte der Träume – Hundertwasser

Friedensreich Hundertwasser, der am 15. Dezember 1928 in Wien als Friedrich Stowasser auf die Welt kam, legte sich 1949 seinen mittlerweile weltbekannten Künstlernamen zu. Eine Ausstellung von 46 seiner farbreichen organischen Bilder aus den 50er und 60er Jahren, die alle der Sammlung gehören, bringt Licht in jeden Tag, bis zum 31. Januar 2016. Wasser ist für Hundertwasser das wichtigste Element. Seine Werke sind beeinflusst von Gustav Klimt und Paul Klee, aber er erklärt laut und deutlich seine Vorstellung von Existenz und Kreation. Weil die Natur ihn völlig einnahm, sind die Fenster im Gebäude abgedunkelt. Die Bilder sind künstlich beleuchtet, um die Farben hervorzuheben anstatt zu schwächen. Hundertwassers Ziel war es zu «zeigen, wie einfach es im Grunde ist, das Paradies auf Erden zu haben».

Er entwarf viele Häuser; das einzige in der Schweiz steht in Altenrhein. Sein berühmtestes Gebäude steht in Wien: In dem Apartment-Haus wachsen Pflanzen und Ecken fehlen. Er starb 2000 auf einer Reise auf der QE2, sein Grab ist in Neuseeland.

www.hundertwasser.com

Adresse:

Dornwydenweg 11, 4144 Arlesheim

Tel. +41 61 705 9610.

Mit ÖV: Bus, Linie 63, Haltstelle Birsweg; oder Tram Nr. 10, Stopp Haltstelle und 15 Minute Fussmarsch.

Eintritt frei. Öffnungszeiten: Sonntag bis Freitag 11.00 – 17.00 Uhr. Samstags geschlossen.

Lesungen und Vorführungen finden regelmässig statt. Ein Besuch im Firmenladen gleich nebenan ist auch zu empfehlen.

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