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Gebetsmaschine

Eine weitere Premiere für Basel und die Schweiz: Ein Pray-O-Mat in der Eingangshalle des Kundenzentrums des Justiz- und Sicherheitsdepartements Basel im Spiegelhof bei der Schifflände.

Von Shirley L. Kearney, Deutsch von Martin Pütter

Wir sind vertraut mit Automaten, ob sie Lebensmittel, Getränke, Zigaretten oder anderes herausgeben, aber Gebete? Und nicht nur ein paar wenige, in ein oder zwei Sprachen – in diesem Automaten sind 320 Gebete in 65 Sprachen gespeichert, was übrigens Basels Vielvölkerschaft widerspiegelt. Zu verdanken ist dieses einzigartige Objekt sowohl dem deutschen Künstler Oliver Sturm (*1959), der 2008 drei Exemplare dieses Automaten speziell zum Aufstellen in öffentlichen Räumen und nicht für Museen hergestellt hat, als auch dem innovativen Kunstunternehmer Klaus Littmann sowie Baschi Dürr, dem Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartements Basel-Stadt, in dessen Departementsgebäude der Automat steht und der zum Widerspruch zwischen Weltlichem und Religiösen erklärte: «Gott existiert nur, wenn man glaubt.»

Steht ein solcher Gegenstand an einem Ort, der nichts mit Kunst zu tun hat, wird er zum Alltagsobjekt, zum Gebrauch, und nicht nur zum Anschauen gedacht – aber er ist trotzdem ein Kunstobjekt. Der Pray-O-Mat ist letztlich ein Zwitter: Kopie oder Parodie eines Automaten oder Kunst als Gebrauchsgut.

Beim Betreten des Gebäudes befindet sich der Pray-O-Mat links. Die rote Maschine ist einfach zu bedienen: Man muss nur auf die Knöpfe drücken. Der Automat wird nur eine beschränkte Zeit in Basel stehen: Mitte August geht es auf die Reise durch andere Schweizer Städte.

Prayer O Mat SLK June 2014 (2)www.gebetomat.de

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