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Ehre für Basel Head

Ein neuer Teilnehmerrekord, ein zusätzlicher Wettbewerb, und ein fast schon legendäres Boot zum ersten Mal dabei – die siebte Austragung der Ruderregatta „Basel Head“ auf dem Rhein wartet mit Superlativen auf.

Von Martin Pütter

Über Fussball hatte der ehemalige englische Internationale Gary Lineker mal gesagt: „ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen.“ Das hätte er auch leicht abgewandelt über Rudern sagen können. An jedem internationalen Achterrennen gehört das Deutschland-Boot seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu den Favoriten – sofern es denn teilnimmt. Dieses Jahr an den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro mag es zwar „nur“ zu Silber gereicht haben, aber zuvor hatte Deutschlands Parade-Boot vier Mal Gold bei Olympischen Sommerspielen gewonnen, dazu wurde es 16 Mal Weltmeister.

Und nun, bei der siebten Austragung von Basel Head, nimmt der Deutschland-Achter erstmals teil. Die Konkurrenz ist jedoch gross – zum Beispiel durch den Achter der Niederlande, der in Rio die Bronzemedaille gewonnen hatte. Alle Kategorien und Wettbewerbe zusammengenommen nehmen 126 Achter teil – ein neuer Rekord für Basel Head. 100 Boote nehmen das Verfolgungsrennen über die 6,4 km lange Strecke, mit der Wende unterhalb des Kraftwerks Birsfelden auf sich. Dort werden einzelne Achter, darunter auch der Schweizer Leichtgewichts-Achter als Vorjahressieger, einen Vorteil besitzen: Sie sind mit dieser Wende bereits vertraut – für den Deutschland-Achter ist es ein Novum.

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Bild: Basel Head

Zudem stellt der Anlass ein deutsches Sprichwort auf den Kopf. Normalerweise heisst es, „was nichts kostet, ist nichts wert.“ Die über 10‘000 Zuschauer beim Anlass vor einem Jahr waren anderer Meinung. Denn sie konnten das Spektakel zum Teil hautnah verfolgen. Die Boote fuhren fast zum Anfassen nah vorbei, etwa bei der Mittleren Brücke, oder zwischen der Wettsteinbrücke und dem Tinguely-Museum, wo bisher die meisten Überholmanöver stattfanden. Stromauf versuchten die Boote, den Widerstand der Strömung so gering wie möglich zu halten – je näher am Ufer, umso besser gelang das. Und das wird auch dieses Jahr wieder der Fall sein.

Was diesmal als Neuheit dazu kommt, ist der Sprintwettbewerb. Start ist bei der Münster-, Ziel bei der Klingentalfähre. Einige Boote werden dies als Aufwärmen für das Hauptrennen benutzen – und die Zuschauer werden einen Eindruck bekommen, wie schnell Boote auf dem Rhein mit Muskelkraft, Technik und Strömung vorwärts kommen. „Die besten Mannschaften werden sich für die Strecke rund 40 Ruderschläge vornehmen und eine Zeit unter einer Minute anstreben“, schrieben die Organisatoren in einer Medienmitteilung.

Basel Head (deutsch)

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