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Zwei traditionelle Tänze erobern Basel im Sturm

Heutzutage ist es zunehmend leicht, Traditionen zu vergessen. Schottische und irische Tänze sind bester Beweis für das Gegenteil, denn sie sind weiterhin populär in ihrer Heimat – und auch in Basel.

Von Ella Revitt

Unweit der Musikhochschule am Leonhardsgraben befindet sich das Studio Le Centre am Holbeinplatz 7, nahe der Tramlinie 3. Dort Unterrichtet Carol Jones drei Mal pro Woche Scottish Highland Dancing – auf Deutsch und auf Englisch. Es ist Leistungssport, mehr als nur ein „rassiger Boogie“: bei einem Solotanz des Hochlands in sechs Stufen vollführend die Tänzer 192 vertikale Sprünge und verbrauchen so viel Energie wie bei einem Meilenlauf.

Im 11. Jahrhundert war schottisches Highland Dancing Training für Soldaten, da dafür Stärke, Koordination und Disziplin nötig sind. Der Schwerttanz als frühes Beispiel als Ritual vor der Schlacht vollführt. Er diente aber auch zur Unterhaltung für viele – dazu gehörten 1589 auch Prinzessin Anne von Dänemark und später Schottlands König James VI (James I von England) im Jahr 1617.

Auch an Basels Tattoo
Ein Sprung auf 2016, und Highland Dancing hat an Bekanntheit gewonnen. Zum berühmten Royal Edinburgh Military Tattoo, Teil des jährlichen Edinburgh Festivals, gehören Dudelsack, Militärkapellen und eine Auswahl an Tänzen, darunter auch der Jig des Gastgebers. Auch Basels Tattoo, das weltweit grösste nach Edinburgh, beinhaltet Scottish Dancing . Jones glaubt, dass dies ein Grund dafür ist, dass sie in ihren Klassen mehr Schweizer als Expats hat.

Die Südafrikanerin Carol Jones tanzt seit ihrem vierten Lebensjahr, und nach vielen Jahren des Tanzens auf Spitzenniveau schloss sie die Ausbildung zur Instruktorin und Preisrichterin ab. Als sie 2009 in Basel ankam, hoffte sie, hier ihre Leidenschaft fortfahren zu können, und war erfreut, eine kleine Gruppe an Tänzern zu finden. Seither ist ihre Schule gewachsen, umfasst nun Kurse für Kinder und Erwachsene.

Für Expats und Einheimische
Freitagabends und Samstagmorgens erfreut auch viele Einheimische und Expats. Viele begeben sich dann zur Gottfried-Keller-Schule an der Buchenstrasse (für Kinder), zur Linda Salsa-Tanzschule am Spalenring sowie samstags zu den Semiramis-Studios am Spalenring, um Celtic Dancing zu lernen und zu tanzen. Die Maguire O’Shea Academy of Irish Dance führt sowohl in Basel als auch in Zürich Celtic Jig durch – ein Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene, geleitet von Deirdre und Michael Maguire.

Der irische Steptanz, der 1994 durch Riverdance weltweit bekannt wurde, ist vor allem bekannt für seine raschen Schritte, ohne Bewegung von Oberkörper und Armen. So sehr sich Celtic Dancing und Scottish Highland Dancing unterscheiden, beiden gemeinsam sind die Gillie-Schuhe und die schwungvollen Bewegungen.

Untrennbarer Teil irischer Kultur
Deirdre und Michael Maguires Schule will „irische Tänze und Kultur fördern“ und dabei die Möglichkeit bieten, in geselligem Rahmen fit zu bleiben. Viele ihrer Schüler reiferen Alters lieben Ceili-Tänze: Diese beliebten Volkstänze sind hunderte von Jahren alt und untrennbarer Teil irischer Kultur. Turniertanz (sowohl solo als auch in Gruppen) und Showtanz (vor Publikum) erlauben den Tänzern, Vertrauen zu gewinnen und Erfahrung zu sammeln.

Eine typische Stunde macht Spass und hält fit. Einige Teilnehmer, die damit aufwuchsen, zu gaelischen Klängen zu tanzen, spüren auch Nostalgie. Kinder und Erwachsene wissen solche Gelegenheiten zu schätzen – und Kinder lernen die Choreographie mit unterhaltsamen Spielen. Wie bei Higland Dancing brauchen Beinarbeit und Haltung Konzentration und Kraft. Maguire erklärt, dass ihre „Leidenschaft für Irish Dancing in vielen Jahren des Tanzens gewachsen ist“, und fügt an, dass ihre Schüler „sich freuen, irische Tänze in die Schweiz zu bringen.“

 

http://highlanddance.ch/en/highland-dancing/home.html
http://www.celticjig.ch/

 

Ins Deutsche übersetzt durch Martin Pütter
(Bilder zur Verfügung gestellt von “celticjig.ch” und “School of Highland Dancing Basel”)

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